1901

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG übernimmt die Dreyse Munitions- und Waffenfabrik. In der Rheinmetall arbeiteten zahlreiche Schallenburger in verschiedenen Berufen bzw. erlernten diese.
Schallenburg, einst ein Bauerndorf, in dem es wenige Handwerker und eine Mühle an der Unstrut gab, war zu einem Dorf mit gemischter Bevölkerung von Bauern und Arbeitern geworden.

   Bericht von der Feier 200 Jahre Kirche in Schallenburg

Schallenburg b. Sömmerda, 14. November 1901

Brief an das Evang. Ministerium in Erfurt über die am 11. Nov. stattgefundene zweihundertjährige Jubelfeier der Kirche:

Am 4. Juni dieses Jahres sind 200 Jahre vergangen seit unsere Kirche in den heute vorhandenen Raumverhältnissen hergestellt worden ist.Vordem war eine kleine Kapelle den sonntäglichen und festtäglichen Gottesdiensten geweiht.In dieser kleinen Kapelle ist bereits um das Jahr 1540 das lautere Evangelium gepredigt worden, zuerst in der näheren Umgebung, denn die Urkunden berichten, daß die Bürger der Stadt Sömmerda zahlreich nach Schallenburg gegangen seien, um die evangelische Predigt zu hören.

Zwar habe der Rat um dies zu verhindern, die Stadttore zunageln lassen, die Bürger aber seien über die Mauern gestiegen, um nach Schallenburg zu kommen.

Während der Wirksamkeit des Pastors Johannes Andreas Arnoldi (1692-1732) erwies sich die Kapelle als völlig unzureichend und schadhaft, und deshalb ein Umbau. Erweiterungsbau vorgenommen und am 4. Juni 1701 seiner Bestimmung übergeben worden.

Der Gemeindekirchenrat glaubte dies Jahr (1901) nicht vorübergehen lassen zu dürfen, ohne durch eine besonders würdige Feier die dankbare Erinnerung an den mannigfachen Segen, der in den verflossenen 200 Jahren von unserem Gotteshause ausgegangen ist, festzuhalten.

Von dem eigentlichen Weihetag, dem 4. Juni, wurde Abstand genommen, da zu dieser Jahreszeit die landwirtschaftliche Bevölkerung vollauf mit Feldarbeiten beschäftigt ist.

Es wurde darum mit Genehmigung des Herrn Senior D. Dr. Bärwinkel beschlossen, die Jubelfeier mit dem jährlichen Kirchweihfest zu verbinden, welches vom Gemeindekirchenrat für dieses Jahr auf den11. November gelegt wurde.Für diesen Termin konnte man annehmen, daß die Erntearbeiten beendet sein würden und daß auch die Bevölkerung der Umgegend zahlreich an dem Feste teilnehmen könnte, da die umliegenden Ortschaften dann bereits ihre Kirchweihfeier begangen hatten.

Auch war nicht außer Betracht gelassen, daß gerade der 11. November als Tauftag Dr. M. Luthers ein Erinnerungstag der gesamten evangelischen Kirche ist.

Am 10.November mittags wurde der Jubeltag festlich eingeläutet.

Am 11. November 10 Uhr 45 hielt Herr Senior D. Dr. Bärwinkel, welcher auf die Bitte, die Feier durch seine Gegenwart und eine Ansprache zu erhöhen, gütigst seine Zusage erteilt hatte, unter Glockengeläut seinen Einzug in den mit Tannengrün geschmückten Festort.

Kirche, Pfarrhaus und Schule waren besonders reich geschmückt worden.Im Pfarrhaus wurde der Herr Senior von den Mitgliedern des Gemeindekirchen-

rates, sowie den zur Feier erschienenen Geistlichkeiten aus der Umgebung begrüßt.

Um 11 Uhr begann der Festgottesdienst in der trotz des ungünstigen Wetters dichtgefüllten Kirche.Diese trug zum ersten Male den Schmuck eines durch eine Sammlung in der Gemeinde beschafften schönen Kronleuchters.Auch ein großer würdiger Altarkrug, sowie auch ein kleinerer waren aus der Gemeinde gestiftet worden.

Der Gottesdienst begann mit dem allgemeinen Gesang des Liedes No.148 des Provinzial Gesangbuches:“Ein feste Burg ist unser Gott“

Dann folgte die Liturgie, gehalten von Pastor Schellbach - Sömmerda. Hierauf brachte der von Kantor Henkel gut geleitete Kirchenchor als Festmotette Psalm 91 von Karl Stein zum Vortrag.

Nach dem Hauptlied N0. 169 „Gott Vater, aller Grund usw.“ bestieg der Ortspfarrer die Kanzel und hielt die Festpredigt über Psalm 84, Vers 2 und 3.

Thema:Was sagt uns unser Gotteshaus am heutigen Jubiläumstage ?

  1. Es erzählt uns von Liebe (der Liebe Gottes, die in den 200 Jahren in dem und durch das Gotteshaus über der Gemeinde gewaltet)

  2. Es ermahnt uns zur Liebe (zu Gott, zu seinem Hause zu den Nächsten, als Dank für die göttliche Liebe)

Nach der 1. Strophe des Liedes 353 „Nun danket alle Gott“ erfolgten die Abkündigungen, in denen der in den 200 Jahren hierselbst amtierenden Geistlichen dankbar Erwähnung getan ward, dann nach der 2. Strophe trat Herr Senior vor den Altar und hielt eine Ansprache an die Gemeinde, in der er die Grüße des Evang. Ministerii zu Erfurt, sowie seine eigenen Segnungswünsche darbrachte und auf Grund von Psalm 50,14 die Gemeinde aufforderte zum Dank für die Segnungen, die von diesem Gotteshause ausgegangen sind.

Wem sollt ihr Dank opfern ?

In diesem ersten Teile der Ansprache wies der Herr Senior auf die Gnadenzuweisungen, vor allem auf die Segnungen der Reformation, der es zu danken ist, daß auch in dieser Kirche das Licht des Evangeliums ungestört hat leuchten dürfen den Gliedern der Gemeinde und im 2. Teile:“Womit sollt ihr Gott opfern?“ ermahnte er nach Anerkennung mannigfaltiger Opfer, die zu der Jubelfeier von der Gemeinde gebracht wurden , nach tieferer größerer Opferfreudigkeit und Opferwilligkeit die sich zeigen soll wohl auch in Zukunft durch Gaben für das Gotteshaus u. überhaupt für Zwecke des Reiches Gottes, dann aber vor allem auch unerschütterliches Festhalten an den teuren Gütern der Reformation , die in Gefahr sind uns verloren zu gehen.

Die Ansprache klang aus in der Aufforderung:“So kommt vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Singen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen:Gott hat alles wohlbedacht u. alles alles recht gemacht.Gebt unserm Gott die Ehre !“

Hierauf hielt Herr Senior selbst die Schlußliturgie, und mit dem Gesang der Strophe:“Lob, Ehr u. Preis sei Gott“ und dem Gebet:“Unsern Ausgang segne Gott!“ erreichte die kirchliche Feier ihr Ende.

4 Uhr 30 nachmittags trat Herr Senior unter dem Geläute der Glocken seine Heimreise an.

 

Gez.: E. Schneider, Pastor

 


                                     1903

Kronbiegel-Collenbusch verkauft die Ausflugsgaststätte „Der Felsenkeller“ und die Landwirtschaft an August Zieger sen., der vom Süßen See nach Schallenburg umgezogen war. In dieser Zeit muß die neue Schule gebaut worden sein. Der Baustil entspricht genau dem dieser Jahre. Eventuell wurde auch in dieser Zeit die Straße vom Ortseingang bis zum Ortsausgang gepflastert. Die Pflasterung der Straße über Schallenburg nach Erfurt reichte dann nur noch bis zum Kirschberg. Offensichtlich war der Weg über Schallenburg nach Erfurt nicht mehr attraktiv und der von Sömmerda über Schloßvippach für die industrielle Entwicklung günstiger.

                                     1904

    Bericht über die Knopferneuerung am 6. Juli 1904

Schallenburg, den 6.Juli 1904

Der Turmknopf, dem wir heute , den 6.Juli 1904, an dem Tage,da er wieder aufgesetzt wird, nun Urkunden anvertrauen, ist am 21. November 1903, dem Tage vor dem Totenfest, durch einen heftigen Sturm, welcher auch anderswo beträchtlichen Schaden angerichtet hat, heruntergebrochen, glücklicherweise, ohne weitere wesentliche Beschädigungen anzurichten. Das Wiederaufbringen des Knopfes, sowie die Vergoldung desselben mit doppeltem Blattgold ist dem Schieferdeckermeister Osterloh aus Orlishausen, welcher die regelmäßigen Reparaturen an dem Turmdach ausführt, übertragen worden u. zwar für den Betrag von 220 Mark.

Die Gemeinde Schallenburg hat jetzt 504 Seelen und eine einklassige Schule mit 110 Schülern, 60 Knaben und 50 Mädchen mit einem Lehrer.

Augenblicklich ist eine neue Schule mit 2 Klassenzimmern und Wohnungsräumen für 2 Lehrer im Bau begriffen. Hierdurch wird die an sich hochverschuldete Gemeinde nicht wenig belastet. Die größten Kosten der Gemeinde freilich entspringen aus der Unterhaltung der Chaussee und der Brücken.Die von der Gemeinde zu unterhaltende Chaussee 3700 lfd. m. Erhielt1888/89 eine neue Decke, die eine Ausgabe von 16400 M verursachte, so daß die Schuldenlastder Gemeinde auf 28000 M anwuchs. Diese sind als Amortisationsdarlehen bei der Kasse der Landschaft der Provinz Sachsen aufgenommen.

Diese Schuldenlast wäre nicht so groß geworden, wenn schon zu jener Zeit durch Umlagen ein Teil der Kosten gedeckt wären. In den Jahren 1890 bis 1902 sind noch 15200 M zur Unterhaltung der Chaussee aufgebraucht worden. Trotzdem befand sich die Chaussee 1902 in einem so schlechten Zustande, daß die Polizeibehörde eine Neudeckung derselben anordnete. Der einsichtsvollere Teil der Gemeindevertretung hatte schon vorher erkannt, daß bei dieser Art, die Chaussee zu unterhalten, die große Summen verschlingt, ohne einen nur einigermaßen dauernden guten Zustand der Chaussee zu gewährleisten, die Gemeinde zugrunde gerichtet werden müßte.

Darum wurde beschlossen die schlechteste Strecke der Chaussee stückweise zu pflastern. So wurden 1901 gegen 200 lfd m in der Dorfstraße gepflastert. Dies verursachte einen Kostenaufwand von 5700 M. Der Kreis leistete hierzu eine Beihilfe von 960 M, die Provinz eine solche von1270 M.

Im Jahre 1902 wurde ferner beschlossen, die Pflasterung bis über den Felsenkeller hinaus fortzusetzen und den anderen Teil nur zu beschütten. Die Kosten für diese Arbeiten sind auf ca 43000 M veranschlagt. Durch viele Aufrufe, die durch den Herrn Landrat v. Lucius kräftig befürwortet wurden, gelang es, der Gemeinde weitere namhafteBeihilfen zu erwirken, nämlich:

a eine außerordentliche vom Kreise in Höhe von 11000 M

b eine gewöhnliche vom Kreise in Höhe von 5500 M

c eine außerordentliche von der Provinzial Hauptkasse von 10500 M, in Summe 27000 M.

Ferner ward der Gemeinde auf Antrag eine Beihilfe aus Dotationsrente der Jahre 1902-1904 in Höhe von 10000 M gewährt, wovon 5000 M auch zu den Chausseebauten verwendet werden sollen.

Der Gemeinde bleiben demnach für den Chausseebau noch 43000 M (27000 + 5000 + 11000 M) aufzubringen,wovon im Jahre 1903 bereits 4000 M aufgebracht worden sind.

In den Jahren 1901/02 wurde der westliche Giebel der Gemeindeschenke für rund 2000 M massiv gebaut und die große Unstrutbrücke für 5100 M erneuert. Die kleine Unstrutbrücke soll 1905 einer gründlichen Erneuerung unterworfen werden. Hierzu sind die anderen 5000 M aus der Dotationsrente ausgesetzt.

Durch solch große Aufwendungen für Chaussee und Brücken wurde die Gemeinde gezwungen, Kommunalsteuern zu erheben, umso mehr, als die aufgesparten Gelder der Unstrutdamm Kasse und Hanflandskasse 1888/89 für die Chaussee mit aufgebraucht waren, neue Schulden aber nicht gemacht werden durften.

Anfänglich war 50 % der Einkommen- und Realsteuer erhoben

1896-1898 100 % 1899/1900 125 % 1901/03 175 % und 1904 wieder 150 %.

Seit 1894 waren Unterhandlungen wegen Neubau einer Schule mit der königl. Regierung im Gange.

Die alte Lehrerwohnung, welche einen zweckentsprechenden Aufenthalt nach keiner Richtung hin bietet, erfordert dringend einen Ersatz. Dazu kam, daß die Regierung wegen der Anzahl der Schulkinder eine zweite Lehrerstelle einzurichten beschloß. Sie richtete sowohl an die Gemeindevertretung sowie an den Schulvorstand die Anfrage, ob die Notwendigkeit der Anstellung eines zweiten Lehrers anerkannt wurde. Die Gemeindevertretung entschied in einer Sitzung am 26. Juli 1894:

1 Daß sie diese Notwendigkeit anerkennen

2 Daß das Gehalt des zweiten Lehrers , soweit es notwendig, auf die Gemeindekasse zu übernehmen sei.

3 Daß zur Unterbringung des neu einzustellenden Lehrers und der neu zu errichtenden Klasse ein Neubau notwendig (und der Schulvorstand schloss sich dieser Entscheidung in seiner Sitzung vom27.Juli 1894 an) sei.

Der hierauf zur Begutachtung der Schulbaulichkeiten und Lage des Bauplatzes entsandte königl. Baurat Bötel riet, da die Lehrerwohnung baufällig, auch die alte Schule in schlechtem Zustand sei, ein neues Schulgebäude mit 2 Klassen und Wohnräumen für 2 Lehrkräfte aufführen zu lassen.

Die Verhandlungen, welche zumeist die Kostenfragen zum Gegenstand hatten, zogen sich nun hin bis zum Jahre 1903, in welchem endlich der Gemeinde annehmbare Zuschüsse bewilligt wurden, nämlich eine Beihilfe von 9000 M u. 600 M zur inneren Einrichtung u. außerdem ein außerordentlicher jährlicher Zuschuß von 600 M zur Unterhaltung des 2. Lehrers.

In diesem Jahre 1904 ward mit dem Neubau, welcher 25600 M kosten soll, begonnen.

Derselbe ist jetzt im Rohbau vollendet.Es sind große Anforderungen in dem letzten Jahrzehnt an die Gemeinde gestellt worden, aber auch große Verbesserungen vorgenommen worden.

Mögen die Männer, die alles getan haben, was in ihren Kräften stand, die notwendig gewordenen Bauten zur Ausführung zu bringen, und durch anstrengende Tätigkeit so viel Zuschüsse als nur möglich der Gemeinde erwirkt haben für allgemeine Anerkennung finden auch bei denen, welche bisher die Verdienste derselben noch nicht angesehen haben !

Was nun kirchliche Ereignisse in unserer Gemeinde anlangt, so ist wohl erwähnenswert, daß im Jahre 1897 das Innere der Kirche restauriert ward.Die Maurerarbeiten hatte Maurermeister Wolf - Sömmerda ausgeführt, die Malerarbeiten Malermeister Alfred Schneider - Erfurt.Diese Arbeiten verursachten einen Kostenaufwand von ca 1600 M. Im Jahre 1901 fand am 11. November eine Jubiläumsfeier statt zur Erinnerung an den Tag, an welchem vor 200 Jahren die damals kleine Kapelle zu einer Kirche umgebaut wurde. Der Bericht über die Feier ist im Turmknopf nieder gelegt worden.

Wenn nun auch in der Gemeinde zur Zeit teilweise Unzufriedenheit herrscht, wegen der mannigfaltigen Lasten, die sie zu tragen hat, so hoffen wir doch und vertrauen den gesunden Sinnen aller Einsichtigen und aller, denen das Wohl der Gemeinde in Wahrheit am Herzen liegt, daß bald das Band des Friedens die Gemeindeglieder alle umschlingen werde, und wünschen, daß unsere Gemeinde bald wieder in aufwärts steigender Entwicklung stehen, und der Segen des Herren über ihr walten möge für und für !

 

Die Ortsbehörde Der Gemeindkirchenrat

 

Jorcke Gemeinde Vorsteher E. Schneider, Pastor

Erdmann Schöffe Jorcke (Älteste)

Krauthaus (Älteste)

 

(Siegel der Kirche zu Schallenburg)

 

Verzeichnis der Schüler von 1904

 

Namentliches Verzeichnis der jetzigen Schulkinder der Gemeinde Schallenburg

 

                                I. Abteilung

Knaben                              Mädchen

 

1 Hermann Zieger               1 Frieda Görlitz

2 Hermann Bennewitz          2 Martha Henkel

3 Paul Güllmeister               3 Frieda Zimmermann

4 Paul Einicke                    4 Lina Adlung

5 Paul Hermann                 5 Emma Hildebrand

6 Albert Grübner                6 Emmi Keutel

7 Max Brabant                   7 Margarethe Zieger

8 Waldemar Henkel              8 AnnaWittig

9 Paul Knauf                      9 Klara Meinhard

10 Oswin Lorenz                10 Frieda Jorcke

11 Hermann Görlitz             11 Anna Zieger

12 Willi Nobbe                  12 Anna Köhler

13 Karl Held                      13 Marie Schleising

14 Albin Kuhirt                  14 Amanda Voigtritter

15 Friedrich Häntsch           15 Emma Hahn

16 Ernst Hermann              16 Hulda Blanke

17 Adolf Adlung                 17 Klara Schwarzenau

18 Hermann Bräutigam        18 Anna Haase

19 Karl Schumann               19 Ida Heydrich

20 Otto Berg                      20 Luise Zieger

                                      21 Käthe Schneider

                                      22 Meta Zieger

                                      23 Gertrud Lange

                                      24 Alma Nagel

                                      25 Ruth Schneider

 

                                      II. Abteilung

Knaben                               Mädchen

1 Alfred Bräutigam                 1 Klara Dicke

2 Oskar Zimmermann              2 Ida Dicke

3 Otto Nobbe                         3 Anna Görlitz

4 Gustav Stein                       4 Alma Köhler

5 August Köhler                      5 Martha Köhler

6 Otto Meinhard                    6 Ida Klee

7 Fritz Seidelbach                  7 Erna Nagel

8 Paul Schwarzenau               8 Ella Mesert

9 Otto Knauf                        9 Berta Bräutigam

10 Karl Hartung                    10 Berta Heydrich

11 Hermann Schleising

12 Willi Knauf

13 Hermann Henckel

14 Arthur Zieger

15 Bruno Adlung

16 Oskar Sickel

17 Oswald Blanke

18 Hugo Thielemann

19 Karl Lorenz

29 Otto Keutel

 

 

                                          III. Abteilung

 

Knaben                                  Mädchen

1 Otto Hartung                        1 Klara Schneider

2 Edwin Hermann                     2 Thusnelda Köhler

3 Albin Lange                           3 Emmy Jorke

4 Karl Litzrodt                         4 Charlotte Schneider

5 Albert Schwarzenau                5 Elise Zieger

6 Hugo Haase                         6 Frieda Knauf

7 Ernst Albrecht                      7 Antonie Görlitz

8 Otto Kuhirt                           8 Else Knauf

9 Karl Zacher                           9 Ottilie Köhler

10 Adolf Schneider                    10 Liberta Köhler

11 Karl August Ritter                 11 Marie Albrecht

12 Paul Zimmermann                 12 Else Nobbe

13 Oskar Meseck                       13 Anna Bräutigam

14 Wilhelm Dicke                      14 Elisabeth Schneider

15 Bruno Schleising                   15 Ida Rechenbach

16 Paul Arnold

17 Emil Sennewald

18 Arthur Berg

19 Eduard Heydrich

20 Gustav Zieger

 

  1. Abteilung Knaben 20             Mädchen 25

  2. Abteilung Knaben 20             Mädchen 10

  3. Abteilung Knaben 20             Mädchen 15

                              60                           50

                                 Ges.: 110

 

Schallenburg, den 25. Juni 1904

 

gez. E. Schneider , Pastor gez.B. Henkel, Lehrer

 

Ortsschulinspektor

 

 

Siegel: „K. Pr. Ortsschulinspection Schallenburg“

 

                                                   1909

Schallenburg verabschiedet am 13.01.den Gemeindevorsteher Jorke, der 12 Jahre lang das Schulzenamt verwaltete. In dieser Zeit wurde der Ort gepflastert und eineschöne neue Schule gebaut.

Quelle: Sömmerdaer Zeitung vom 13.01. Seite 2

Das Hochwasser, besonders an der Unstrut, war das schwerste seit 1871. Am stärksten betroffen waren im Kreis Weißensee: Kindelbrück, Straußfurt, Grüningen, Vehra, Wundersleben, Schallenburg, Sömmerda, Scherndorf und Waltersdorf

Quelle: Sömmerdaer Zeitung vom 14.02., Seite 2

Ein Konsortium Elektrizitätswerk Schallenburg hat sich am 23.02. zwecks Bau einer Überland-Zentraledie Wasserkraft des Herrn Ermisch zur Erzeugung
elektrischen Stromes gesichert.

Quelle: Sömmerdaer Zeitung vom 25.02.09, Seite 2


                                      1910


Bekanntmachung:In Schallenburg ist eine Telegrafenanstalt mit öffentlicher Fernsprechstelle eingerichtet worden, die auch den Unfallmeldedienst wahrnimmt.

Quelle:Sömmerdaer Zeitung vom 16.06.1919,Seite 2

                                        1914


Der Krieger- und Militärverein Schallenburg schließt eine Mobiliarversicherung für u.a. eine gestickte Fahne,zwei Trommeln,einen Degen und vier Gewehre über 470 Mark ab



                                     1917

August Zieger verkauft die Ausflugsgaststätte „Der Felsenkeller“ an Joseph Remitschka.

E. Raimund und Frau geben bekannt, dass sie das Kurhaus zum Felsenkeller in Schallenburg übernommen haben.

Quelle:Sömmerdaer Zeitung 07.10.1917,Seite 4

                                     1918

Der erste Weltkrieg forderte auch Kriegsopfer in Schallenburg. Siebzehn Einwohner Schallenburgs mußten ihr Leben lassen:

Bauer, Florus gefallenen am 20.03.16

Bräutigam, Willy gefallenen am 05.03.15

Dicke, Armin gefallenen am 02.08.18

Dicke, Otto gefallenen am 22.10.14

Dingelstedt, Albert gefallenen am 28.09.16

Grömmer, Hugo gefallenen am 06.11.17

Haase, Hugo gefallenen am 14.10.17

Held, Karl gefallenen am 28.04.18

Henkel, Hermann gefallenen am 31.05.15

Hotze, Karl gefallenen am 03.09.16

Schäfer, Karl gefallenen am 23.05.16

Schwarzenau, Albert gefallenen am 15.05.18

Sickel, Oskar gefallenen am 01.11.16

Voigt, Hermann gefallenen am 22.02.15

Wäldchen, August gefallenen am 25.03.14

Zapfe, Albert gefallenen am 28.03.18

Zieger, A gefallenen am 03.11.19


                                        Militärpaß von Ernst Kuhirt


                                                              1919

Seit der entschädigungslosen Enteignung des Gothaer Herzogs fallen die Eigentumsrechte an Land, die die Bauern des wüsten Klein-Schallenburg seinerzeit mit nach Werningshausen und Schallenburg genommen hatten, nicht mehr unter die Botmäßigkeit des Gothaer Fürsten. Die Schallenburger Flur reicht deshalb bis weit in die Koppel hinein.


                                      1930

Am 5. November 1930 erscheint in der „Sömmerdaer Zeitung“, dem öffentlichen Anzeiger für den KreisWeißensee (amtliches Publikationsorgan der Industrie-Stadt Sömmerda), ein Artikel aus
Schallenburg:

Ehrung eines Schallenburger Kriegsteilnehmers

mit folgendem Wortlaut:(Zitat) „Die Gemeinde Schallenburg zählt einen der wenigenÜberlebenden des ehemaligen ruhmreichen kleinen Kreuzers „Emden“ zu den Ihrigen. Neben U9 und seinem Kapitän Weddingen ist im Anfang des Weltkrieges wohl kein Schiff so oft und mit soviel Stolz und Freude genannt worden, wie „Emden“ unter ihrem Kapitän v. Müller. Sie hat den Ruhm der deutschen Flotte wirklich bis in die entlegensten Gebiete getragen. Bei Kriegsausbruch die englisch-französische Bloackde durchbrechend, gewann sie von Kiautschau aus den Indischen Ozean und begann hier ihre ruhmreiche Kaperfahrt, die alle Welt aufhorchen und mit größter Hochachtung und Bewunderung von diesem deutschen Kriegsschiff und seiner kühnen Besatzung sprechen ließ. Urplötzlich tauchte es dann wieder irgendwo an der Küste auf ,dem Feinde an seinen Stützpunkten Schaden zufügend, wo es nur konnte. Es sei hier nur an die Beschießung von Madras erinnert. Ohnmächtig und ingrimmig war ein vereinigtes feindliches Geschwader hinter diesem einen Schiff her,ohne seiner habhaft zu werden. Erst am 9. November 1914 gelang es der feindlichen Übermacht, den deutschen Kreuzer bei den Cocosinseln zu stellen und in den Grund zu bohren. Die Überlebenden gerieten in englische Gefangenschaft. Der Teil der Besatzung aber, der unter dem 1. Offizier v.Mügge an Land gegangen war, vollbrachte nach dem Untergang der „Emden“ eine Glanzleistung, die sich würdig den Taten der „Emden“ anreiht. Auf einem Seegelschiff „Ayesha“ ging es in den Ozean zurück und in einem ebenso berühmten wie mühseligen Marsch durch ganz Arabien hindurch schließlich nach Deutschland zurück. Nun ist durch ministeriellen Erlaß den Überlebenden das Recht zuerkannt worden, für sich und ihre Nachkommen hinter dem Familiennamen den Namen „Emden“ führen zu dürfen.

Herr Adlung also -das ist der so Geehrte- wird samt seinen Nachkommen fortan mit Stolz sich Adlung-Emden nennen dürfen – eine bleibende Ehrung zum bleibenden Gedächtnis an Deutschlands ruhmreiche Zeiten.“



Adolf Wilhelm Adlung-Emden ,
geb. am 27. Dezember 1893,

gest. am 31. August 1949

                                      1933

August Zieger sen. verkauft die Landwirtschaft amOrtseingang an Heinrich Purnhagen.

                                      1935

Mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht mußten die ersten Schallenburger Jugendlichen den Dienst in der Wehrmacht ableisten. Seit dem 26. Juni 1935 wurde der Reichsarbeitsdienst eingeführt. Das war de facto ein halbes Jahr vormilitärische Ausbildung. Die Zeitdauer verkürzte sich jedoch, je länger der Krieg dauerte. Mit dem Jahre 1938 begann die Einberufung weiblicher Personen zum Arbeitsdienst.Dann gab es noch das Pflichtjahr für Schulabgänger-Mädchen. In den dreißiger Jahren wurden der Krieger- und Schützenverein in Schallenburg spürbar aktiver. Die Schützenfeste 1937/38/39 sind besonders in Erinnerung geblieben, da jedesmal Umzüge durch das Dorf stattfanden. An der Spitze marschierte eine Musikkapelle, dann kam der Vorsitzende, Werkmeister Hermann Kummer, dann die Mitglieder des Vereins und schließlich die Interessenten. Wenn das Wetter besonders günstig war, wurden auf dem Plateau des Schießstandes Tische und Stühle aufgestellt. Der Gastwirt Kurt Knauf aus der ....Verkauf von Getränken auf und bot Rostbratwürste an.

Bei einem Wettschießen auf dem Schießstand wurde der Schützenkönig ermittelt, der dann im Triumphzug durch das Dorf zum abendlichen Ball in die Gemeindeschenke geleitet wurde.Feste

wurden auf den Sälen des Felsenkeller oder der Gemeindeschenke veranstaltet.


                                     1936

Für die Kinder und Jugendlichen wurde eine Staatsjugend geschaffen, das waren für die 10-14 jährigen Jungen das Jungvolk und für die Mädchen die Jungmädel. Für die 14-18 jährigen gab es dieHitler-Jugend (HJ) bezw. Bund Deutscher Mädchen (BDM). Für alle Gruppierungen war das Tragen von Uniformen in der Dienstzeit Pflicht. Die Uniformen mußten privat gekauft werden. Für die Jugendveranstaltungen standen zunächst zwei Räume in der alten Schule zur Verfügung. Als der Kindergarten dort einzog, gab es nur noch einen Raum.
Die niederen Dienstränge wurden mit Jugendlichen aus den 8. Klassen bzw. 16/17 jährigen besetzt,alle anderen kamen von auswärts. Der Inhalt der Veranstaltungen beschränkte sich zumeist auf das Abfragen vorgeschriebener Texte, das Trainieren von Marschübungen und sportliche Betätigung, insgesamt mehr leger als ernsthaft. In Schallenburg gab es vier Verkaufsstellen und drei Gaststätten. Die Verkaufsstellen gab es bei Kurt Knauf Nr. 6, Alfred Bräutigam Nr. 10, Albert Schäfer Nr. 71 und bei Oskar Albrecht Nr. 75 (alles damalige Haus-Nr.). Die Gaststättenwaren: „Gemeindeschenke“ mit Kurt Knauf als Wirt „Felsenkeller“ mit Joseph Remitschka als Wirt und „Zur guten Quelle“ mit Oskar Albrecht als Wirt. Die Wasserversorgung wurde in Schallenburg durch Schwenkbrunnen gesichert, wobei die Bauern und
die meisten Hausbesitzer hauseigene Brunnen besaßen. Trotzdem funktionierten noch vier Gemeindebrunnen. Diese standen an der Gemeindeschenke, an der alten Schule vor dem ehem. Pfarrgebäude, auf dem Hanfland und im unteren Teil des Eichsfeldes. Das Brunnenwasser wurde immer für gut befunden, evtl. etwas zu hart. Für die „große Wäsche“ wurde deshalb Regenwasser gesammelt oder Wasser aus der Unstrut entnommen.

                                     1941

Die Scheune des Bauern Karl Nennewitz brannte vollständig ab. Der Feuerwehr gelang es, den Brand auf den Brandherd zu begrenzen. Ursache war die unvorsichtige Entsorgung heißer Asche auf einem Nachbargrundstück.

                                 1939-1945


Zu Beginn des II. Weltkrieges 1939-45 wurde in der Schallenburger Flur , hinter dem Kranichborner Hügel, eine Flakstellung eingerichtet. Das waren Fliegerabwehrkanonen mit einem Kaliber 8,8 cm. Die Schreibstube dieser Batterie wurde im Felsenkeller eingerichtet. In den Jahren 1941/42 befand sich ein Zug Soldaten vom Pionier-Ersatz-Bataillon 9 Langensalza in Schallenburg. Die Pioniere reparierten die Schäden am Unstrutdamm.



In Schallenburg wurden umgesiedelte Deutsche aus Bessarabien untergebracht, ebenso Evakuierte, vorallem Frauen und Kinder aus bombengefährdeten Gebieten wie dem Saarland, Ruhrgebiet, Berlin undspäter dann aus Schlesien u.a. Ostgebieten. Wie in anderen Dörfern arbeiteten bei Schallenburger Bauern tageweise verschiedentlich Zwangsarbeiter als Saisonkräfte. Das waren Arbeiter, die in der Rüstungsproduktion in Sömmerda tätig
waren und in den halbfertigen Siedlungshäusern ander Erfurter Straße untergebracht waren. Diese Menschen mußten das blau-weiße etwa 10 cm große Quadrat mit dem Aufdruck „Ost“ aufgenäht auf der Kleidung in Brusthöhe tragen. Sie konnten an Wochenenden bei Bauern arbeiten. Ihr Interesse bestand darin, für sich und die Angehörigen Nahrungsmittel zu beschaffen. Der Bauer holte sie amSonntag frühmorgens am Tor des Lagers ab und mußte sie abends bis zum Tor begleiten. Manchmal konnten sie auch allein ins Dorf kommen. Sie arbeiteten vor allem bei der Getreideernte, bei Druscharbeiten und bei der Kartoffel- und Rübenernte. 1942/43 wurden im Felsenkeller 65 kroatische Zivilarbeiter einquartiert, die in der Rüstungsproduktion der Rheinmetall tätig waren. Nach dem Umzug der Kroaten in andere Quartiere in Sömmerda richtete die Rheinmetall im Saal des Felsenkeller ein Lager mit Arbeitsanzügen, Arbeitsgeräten, Motoren, Werkzeugen, Stearin zur Anfertigung von Kerzen u.a. ein, vermutlich für den Notfall. Nach Einzug derUS-Besatzungstruppen holten sich Schallenburger manche Dinge, die für den Alltag nützlich und in den vorherigen Kriegsjahren absolute Mangelware waren.

Während des Krieges war eine Gruppe französischer Kriegsgefangener in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Kriegsgefangenen wohnten in einem Gemeinschaftsquartier auf dem Grundstück mit der damaligen Nr.22. Ein Posten, mit Karabiner bewaffnet, begleitete sie frühmorgens auf der Dorfstraße bis zum Hof der Bauern und holte sie pünktlich um 19.oo Uhr wieder ab.

 

 

           Französische Kriegsgefangene in Schallenburg

 Die US-Fronttruppen erreichten Schallenburg in den ersten Apriltagen 1945. In diesen Tagen fuhren Schallenburger mit Handwagen bis nach Straußfurt und holten Rohzucker aus der Zuckerfabrik. Es gab zwar Bekanntmachungen der Fronttruppen, jedoch konnten die angekündigten Maßnahmen nicht durchgesetzt werden. Auf der Bahnstrecke zwischen Sömmerda und Großrudestedt hatten US Jagdbomber einen Versorgungszug fahruntüchtig geschossen. Dort gab es Waffen, Geräte, Munition, Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände vielfältiger Art u.v.a.m. .Abgesehen von den Waffen und der Munition, die die Leute nicht holen durften,nahmen sich Bewohner aus Schloßvippach,Kranichborn und Schallenburg solche Dinge, die sie gebrauchen konnten. Bei der Manipulierung mit einer 2 cm Bordmunition verletzte sich der 11jährige Fritz Raab, der mit Eltern und Geschwistern an der Burg wohnte, tödlich.

Seit 1942 gab es am Tage, viel öfter aber des Nachts Fliegeralarm. Wie ein Wetterleuchten erhellte sich der Himmel hinter der Sachsenlücke, als englische und amerikanische Verbände die Leunawerke bei Halle größtenteils zerstörten.

Die Schallenburger Schule war zweiklassig. Sie war mit den Lehrern Werner für die 1. - 4. und Mahling für die 5. - 8. Klasse besetzt. Nach Versetzung von Herrn Werner kam Herr Herwig, der nach Ausbruch des Krieges dann aber zur Wehrmacht eingezogen wurde.Fortan mußte Herr Mahling in fünf Stunden alle acht Klassen  unterrichten. Der Unterricht fiel außerdem seit 1942 wegen Fliegeralarm und manchmal wegen Einsätzen zum Rübenverziehen ( z.B. auf dem Gut in Kranichborn) aus.

Den Konfirmantenunterricht leitete Pfarrer Breithaupt aus Sömmerda, der auch die Gemeinde seelsorgerisch betreute.

In den ersten Tagen der Besatzung gab es einen mobilen Posten im Dorf, der später dann abgezogen wurde. An den letzten drei Tagen des Juni 1945 konnten wir beobachten, daß im Viertelstundentakt US-LKW von Sömmerda durch Schallenburg nach Erfurt fuhren. Am Morgen des 1. Juli 1945 durchzogen sowjetische Fußtruppen von Sömmerda kommend Schallenburg in Richtung Erfurt. Die sowjetische Besatzungszeit begann.

 

                                       8. Mai 1945

 

Deutschland kapitulierte bedingungslos. Seit dem Einmarsch der US-Besatzungstruppen wurde die Produktion in der Rheinmetall völlig eingestellt. In Schallenburg fiel die Schule bis zum Herbst aus. Offizielle Nachrichten gab es nur zögerlich, dafür aber viele Gerüchte, die sich mit Windeseile verbreiteten. Für die Monate Mai und Juni wurden alle Zahlungen der Versicherungen eingestellt. In Schallenburg gab es eine gewisse Verunsicherung durch Diebstähle und Einbrüche, die von Auswärtigen begangen wurden.

Die Bekanntmachungen der Besatzungsmacht waren zwar an großen Tafeln angeschlagen, jedoch bedurfte es einer gewissen Zeit, bis diese durchgesetzt werden konnten.

 

                                      1.09.1945

 

Sowjetische Besatzer verhafteten Schallenburger Bürger. Sie wurden auf die Runneburg nach Weißensee verbracht. Für vier von ihnen verlor sich von da an jede Spur.